Writing by admin on Freitag, 15 of Februar , 2008 at 01:18
Annette von Söttingen: Weisst Du Franz, es ist nämlich wirklich schade, dass Du Rheingold versäumt hast - das war wirklich ein echtes großes Erlebnis.
Monaco Franze: Hast schon wieder eine rechte Sternstunde gehabt mit Eurem Wagner, Spatzl, hä?
Annette von Söttingen: Ja, das haben wir - es war ne Jahrhundertaufführung. Sogar Dr. Schönfärber sagte, glücklich und dankbar müssen wir sein, dass wir dabei sein durften.
Monaco Franze: Ja, das sagt er doch allerweil, der Schönfärber, oder?
Annette von Söttingen: Mach Du Dich nur lustig.
Monaco Franze: Geh, Spatzl, ich tät mich doch niemals über ein so ernstes Thema lustig machen. Ich hätt´s ja selber gern gesehen, ich hab´s ja nicht gern versäumt.
Annette von Söttingen: Doch das hast und ich weiss auch genau warum.
Monaco Franze: So, warum, Spatzl?
Annette von Söttingen: weil Du einen Komplex hast. Einen schweren Bildungsminderwertigkeitskomplex hast Du.
Monaco Franze: Was hab ich?
Annette von Söttingen: Schwellenangst.
Monaco Franze: So.
Annette von Söttingen: Ja, und wie. Im Grunde Deines Herzens möchtest Du eigentlich nichts lieber, als in Opern gehen, aber Du traust Dich nicht, weil Du denkst, Du würdest es nicht verstehen. Und Dich womöglich bei unseren Freunden blamieren. Und das ist auch der Grund, warum Du Dich über Kunst und Musik und über alles lustig machst. Das sagt übrigens der Dr. Schönfärber auch. Es ist leichter sich über Wagner lustig zu machen, als ihn ernst zu nehmen.
Monaco Franze: Schad, dass ich ein solcher Banause bin und von nix was versteh.
Annette von Söttingen: Jetzt sag mal ganz ehrlich, Franz, möchtest Du was davon verstehen?
Monaco Franze: Ja, wahnsinnig gern, Spatzl.
Annette von Söttingen: Möchtest Du gerne mit mir in Walküre gehen? Sag ganz ehrlich
Monaco Franze: Ja, wahnsinnig gern Spatzl möcht ich da mit Dir hingehen. A-Aber das geht ja jetzt leider nicht mehr, weil ich ja Rheingold blöderweise nicht gesehen hab, net, hast Du doch selber gesagt: Wer Rheingold nicht kennt, der versteht den ganzen Niebelungenring nicht mehr.
Annette von Söttingen: Das macht gar nichts. Das kann man alles nachholen. Bis nächsten Freitag kannst Du alles wissen, was Du wissen musst.
Monaco Franze: Ja, wie soll denn das gehen, Spatzl?Des geht ja nie!
Annette von Söttingen: Alles geht, wenn man nur will.
Monaco Franze: Ja, aber Spatzl…
Annette von Söttingen: So und jetzt halt Dich still - Blick höher - so.
Monaco Franze: Sie lasst ja nicht locker, meine Frau, nicht ums verrecken. Eine andere hätte schon lang aufgegeben, sie nicht. Sie lässt nicht locker, sie lässt einfach nicht locker.
Writing by admin on Dienstag, 12 of Februar , 2008 at 02:31
Manni: Gegen den Ricky kann man ja sagen, was man will, aber auskennen tut sich der genau, was in ist und was nicht.
Monaco Franze: Irgendwie kommt mir das alles ein bisschen so vor wie früher.
Manni: Genau, das Altmodische ist heute das Neumodische. So gesehen sind wir wahnsinnig in.
Monaco Franze: Jetzt bin ich wirkllich gespannt, ob die da drin ist.
Manni: Und ob sie eine Freundin dabei hat.
Türsteher Tanzpalast: Moment, Sie nicht.
Monaco Franze: Was? Wie bitte? Was war jetzt los? Manni.
Manni: Ja, wir nicht hat er gesagt.
Monaco Franze: Ja spinnt denn der? Ja Sie, hallo. Wir möchten da rein.
Türsteher Tanzpalast: Keine Sportschuhe, keine Jeans, keine Lederjacken - tut mir leid.
Monaco Franze: Ja, Sie, Moment einmal, wir sind hier drin verabredet, wir, wir suchen jemanden.
Türsteher Tanzpalast: Tut mir leid, nicht in dieser Kleidung.
Monaco Franze: Ja verstehst Du das? Mei, so sind wir doch immer überall reingegangen.
Manni: Vielleicht sind wir nicht mehr in? G´wandmäßig.
Monaco Franze: Saudumm.
Manni: Ja saudumm. Was machen wir jetzt?
Monaco Franze: Wenn das so ist, dann sind wir jetzt auf Fahndung.
Manni: Genau.
Türsteher Tanzpalast: Oh, meine Herren, ich hab Ihnen doch gesagt…
Monaco Franze: Polizei.
Manni: N´Abend… …Ist es die da vielleicht?
Monaco Franze: Welche?
Manni: Die da, die Rote da.
Monaco Franze: Na, wenn ich Dir sag, dass es eine Blonde ist.
Manni: Das ist doch eine Blonde - die mit dem roten Kleid.
Monaco Franze: Wo?
Manni: Naja, da hinten an der Säule unterhalb vom Podium.
Monaco Franze: Könnt ich auf die Entefrnung nicht genau sagen.
Manni: Ja, dann setz halt Deine Brille auf - Depp.
Monaco Franze: Die Rote da - na, die ist es nicht, das war keine so große. Die war mehr eine kleinere und so eine g´wamperte war´s auch nicht. Des war mehr eine Dünnere.
Manni: Dann, die da? Die da vielleicht?
Monaco Franze: Nana, überhaupt nicht.
Manni: Weisst Franze, was blöd ist?
Monaco Franze: Was?
Manni: Dass wir einem Phantom nachjagen, wo wir hier umzingelt sind von lauter wunderbaren, alleinstehenden Frauen. Da drüben zum Beispiel - die zwei da, die schauen schon die ganze Zeit her.
Monaco Franze: Wo?
Manni: Da drüben am Tisch.
Monaco Franze: Na.
Manni: Die schauen aber sehr willig aus.
Monaco Franze: So? Aha. Na.
Manni: Ah geh, Franze, warum denn nicht?
Monaco Franze: Na Manni, weil das kein Abenteuer ist.
Manni: Wo die doch schon die ganze Zeit herschauen, des is doch a g´mahde Wiesn, Franze.
Monaco Franze: Meinst, ha? G´mahde Wies´n?
Elli´s Kollegin: Und wenn er da auch nicht drin ist?
Elli: Da drin ist er.
Elli´s Kollegin: Des hast im Nightclub vom Bayerischen Hof auch gesagt und in der Bar vom Vier Jahreszeiten.
Elli: Aber da drin ist er jetzt bestimmt.
Elli´s Kollegin: Ja aber wenn er da drin ist hat ihn längst eine andere aufgerissen, wenn er so ein schicker Mann ist.
Elli: Eben nicht, weil er nur auf mich wartet. Ganz allein steht er da drin in Mitte von lauter Leute, die alle glücklich sind, weil´s alle einen haben, den sie lieb haben, bloß er nicht, weil er ein einsamer Wolf ist.
Elli´s Kollegin: Geh, Elli, fang bloß nicht wieder zum Spinnen an. Das hast damals beim Leo auch gesagt und beim Kurti und bei Deinem Herr Baron von Schwingenstein und verheiratet waren´s alle miteinander und ausgenützt haben sie Dich und beschissen hinten und vorne.
Elli: Glaubst es - dass Du so gemein bist, Waltraud.
Elli´s Kollegin: Ja stimmt´s denn vielleicht nicht?
Elli: Ja, das weiss ich jetzt nicht. Aber eins weiss ich gewiss, der ist nicht so, der ist anders.
Monaco Franze: Zum Wohl die Damen… …so jetzt haben wir die Bescherung.
Manni: Was ist?
Monaco Franze: jetzt ist die da.
Manni: Wer?
Monaco Franze: Die vom Harras - Depp.
Manni: Wo?
Monaco Franze: Da drüben an der Säule.
Manni: Welche?
Monaco Franze: Die, die jetzt gerade wieder rausgeht.
Elli´s Kollegin: Wo gehst Du denn hin, Elli?
Elli: Wir gehen wieder, er ist nicht da.
Elli´s Kollegin: Ja, wir haben doch noch gar nicht geschaut.
Elli: Ich schon, er ist nicht da.
Elli´s Kollegin: Ja wieso nicht.
Elli: Weil hier keine einsamen besseren Herren sind, sondern bloß ganz gewöhnliche Aufreisser.
Elli´s Kollegin: OH mei, Elli!
Manni: Warum ist jetzt die wieder gegangen? Die war doch ganz nett.
Monaco Franze: Weil sie mich gesehen hat - Depp - mit denen da.
Manni: Achso?
Monaco Franze: Weil sie mich jetzt für nichts anderes hält, als einen ganz gewöhnlichen Aufreisser.
Manni: Na, achso, meinst?Na, das kann man doch von Dir wirklich nicht behaupten… Also Prost die Damen.
Writing by admin on Dienstag, 12 of Februar , 2008 at 02:25
Irmgard: Meinen´s Frau von Söttingen, dass er jetzt noch kommt? Weil einmal muss ich auch heim.
Annette von Söttingen: Werden Sie nur nicht ungeduldig - er wird schon kommen.
Irmgard: Ungeduldig - normalerweise hätt er ja am Freitag um fünf Schluss gehabt. Vielleicht, dass ich Ihnen den Smoking da lass und die Schuhe und das Hemd.
Edgar: Ja, und wenn er nicht kommt, dann stehen wir wieder mit seinen Klamotten da, wie schon gehabt, wär ja nicht das erste Mal - und mit ner Karte für 250 Mark.
Annette von Söttingen: Das ist ja wohl meine Sache, Edgar.
Edgar: Ja.
xy: Also Kinder nun streitet Euch nicht, es ist so ein wunderschöner Abend.
Olga: Vielleicht könnte Siegfried die Karte nehmen - ich meine kriegen, eh, eh, geschenkt kriegen.
xy: Ja, Olga warum nicht - ist doch ein netter Kerl.
Edgar: Oh ja, wär auch nicht das erste Mal.
Manni: Ja, dann wart ich vielleicht lieber, Franze.
Monaco Franze: Na, Du gehst mit!
Manni: Ich kann doch so schlecht lügen, Franze.
Monaco Franze: Ja dann lernst es.
Annette von Söttingen: Na endlich. Geh gleich auf die Toilette und zieh Dich an - in 5 Minuten geht die Oper an.
Monaco Franze: Ja Spatzl, aber leider ohne mich Spatzl.
Annette von Söttingen: Ja aber warum denn das Franz?
Monaco Franze: Ja, jetzt tu Dich nicht ärgern, aber es ist was saudummes dazwischengekommen, gell Manni?
Manni: Ja - saudumm.
Monaco Franze: Eine Fahndung - ganz plötzlich - wir müssen dringend jemand suchen, gell Manni?
Manni: Ja dringend.
Annette von Söttingen: Das find ich aber ein starkes Stück.
Monaco Franze: Ja mei Spatzl - ich auch. Net, aber Dienst ist Dienst. Was hätt´s denn heute schönes gegeben?
Annette von Söttingen: Rheingold.
Monaco Franze: Rheingold? Ah, schad.
Annette von Söttingen: Ja. Und wenn man Rheingold versäumt hat dann kriegt man den ganzen Ring nicht mehr so richtig mit.
Monaco Franze: So. Ja dann ist´s vielleicht am gescheitesten, Du gehst schnell hinein, damit wenigstens Du nix versäumst.
Annette von Söttingen: Aber Du kommst doch zumindest hinterher noch zu uns in die Weinstube?
Monaco Franze: Ja freilich, gern, Spatzl. Eh, eh, wenn´s mir irgendwie ausgeht. Natürlich. Sonst seh´n wir uns halt daheim. Also dann jetzt, geh rein und viel Spaß. Bussi.
Writing by admin on Dienstag, 12 of Februar , 2008 at 02:20
Elli: Groß war, nimmer ganz jung, schlank…
Wahrsagerin: …und gut aussehend.
Elli: Ja genau.
Wahrsagerin: Ja, ja, ich seh ihn genau vor mir. So wie die Linien liegen wär das genau der richtige Mann für Sie, Fräulein Elli.
Elli: Jaaa? Treff ich ihn wieder Frau Grahlhuber?
Wahrsagerin: Ja ganz bestimmt. In der allernächsten Zukunft schon.
Elli: Vielleicht schon am Wochenende?
Wahrsagerin: Ja, ja, schaut ganz so aus. Ich seh ihn hier stehen, einsam wie ein Wolf, und auf Sie warten.
Elli: Wo?
Wahrsagerin: In einer großen Stadt.
Elli: Ja - hier in München vielleicht?
Wahrsagerin: Ja, schaut ganz so aus.
Elli: Wo genau?
Wahrsagerin: Ja, das könnt auf einer Straße sein oder in einem Gebäude könnt´s auch sein.
Elli: Was für ein Gebäude? Ein Lokal vielleicht?
Wahrsagerin: Ja Moment - geben´s ein Mal die andere Hand her. Ja, könnt jederzeit ein Lokal sein. Ja, ja, jetzt seh ich´s auch gleich ganz deutlich. Ich seh am Wochenend einen großen, schlanken, gut aussehenden Mann, nicht mehr ganz jung in einem Lokal stehen und auf Sie warten, Fräulein Elli.
Elli: Ehrlich?
Wahrsagerin: Ja mei, wenn die Sterne nicht lügen, gell?
Writing by admin on Freitag, 8 of Februar , 2008 at 01:58
Elli´s Kollegin: Ja vielleicht ins Shugar Shack oder ins Steile M oder so wohin.
Elli: In eine Disco? Na, das glaub ich nicht, dass der in eine Disco geht, so hat der gar nicht ausgeschaut. Weißt, der hat mehr so seriös ausgeschaut, wie so ein besserer Herr. Weißt so elegant, so gute Manieren und überhaupt nicht aufdringlich. So einer geht nicht in eine Disco, der geht in ein nettes Cafe oder schön zum Essen, weil so jung war er ja auch wieder nicht. Aber sehr attraktiv. Graue Schläfen, tadelloses Gebiss, ein richtiger Gentleman.
Elli´s Kollegin: Ja, warum hast ihm dann nicht Deine Adresse gegeben, Du dumme Nuss, wenn er so ein toller Mann ist?
Elli: Weil ich das nicht mach, bei einem der mir wirklich was bedeuten könnte. Nicht einmal meinen Namen hab ich ihm gesagt.
Elli´s Kollegin: Schön blöd.
Elli: Ja freilich blöd - saublöd. Wenn ich wenigstens wüsste wie er heisst oder wo er wohnt.
Elli´s Kollegin: Wenn er so ein tolles Autop gehabt hat, dann wohnt er in Grünwald oder in Harlaching oder am Starnberger See.
Elli: Na, das glaub ich nicht - nach außerhalb hat der gar nicht ausgeschaut. Der hat eher ausgeschaut, wie Bogenhausen, Herzogpark oder mindestens besseres Schwabing.
Elli´s Kollegin: Ja, ja, und verheiratet ist er und drei Kinder hat er daheim und alles was er von Dir will ist ein flüchtiges Abenteuer.
Elli: Na, das glaub ich nicht - so hat der überhaupt nicht ausgeschaut. Ich glaub eher, dass das ein einsamer Mensch ist. Eher bissel traurig. Der die ganze Woche nix anderes hat wie seine Arbeit, so wie wir auch, und am Wochenende keinen Menschen, der sich um ihn kümmert. Und drum geht der wahrscheinlich aus lauter Verzweiflung am Freitag und Samstag Nacht in alle möglichen Lokale, so wie wir halt auch. Bloß in welche? Wo geht ja so ein einsamer Mann hin, am Freitag aufd Nacht?
Writing by admin on Freitag, 8 of Februar , 2008 at 01:56
Manni Kopfeck: Ja weisst Du denn keinen Namen oder eine Adresse oder was?
Monaco Franze: Ja nix weiss ich - das einzige was ich weiß ist dass sie runtergegangen ist in die U-Bahn am Marienplatz Ecke Kaufinger Straße. Hergekommen ist sie vom Promenadeplatz - Löwegrube, Frauenkirche, also ungefähr und so wie sie aisgeschaut hat, so wie sie gegangen ist hat sie eher ausgeschaut, wie eine die aus der Arbeit kommt und heimgeht.
Manni Kopfeck: Ja wenn sie nicht direkt zu ihrem Freund gegangen ist.
Monaco Franze: Freund, das hat sie doch bloß so gesagt.
Manni Kopfeck: Und, eh, dass sie vielleicht gar nicht in die U-Bahn eingestiegen ist, sondern in die S-Bahn.
Monaco Franze: Ach Schmarrn - S-Bahn, dann tät sie in einem Vorort wohnen und nach Vorort hat die überhaupt nicht ausgeschaut. Also für mich hat die eher so ausgeschaut, wie Innenstadt Randbezirk. Berg am Laim, Sendling, Waldfriedhof, Äußere Agnes-Bernauer-Straße vielleicht. Auf jeden Fall nicht Nymphenburg und nicht Ost-Schwabing und Bogenhausen schon gleich gar nicht.
Manni Kopfeck: Und warum nicht Trudering oder Riem oder Daglfing?
Monaco Franze: Ja mei, so hat die doch nicht geredet - die hat mehr so geredet wie Rosenheimer Berg, Innere-Wiener-Straße, Max-Weber-Platz, Haidhausen - so hat die geredet… Genau, Haidhausen, aus Haidhausen muss die sein.
Manni Kopfeck: Na, Franze - Haudhausen nicht, weil da wohnen ja jetzt ganz andere Leute wie früher. Des ist ja jetzt so in, des ganze Viertel. Ja wohnt die so wo, wo´s so in ist?
Monaco Franze: Na, da hast Recht - da wohnt die nicht. Für mich wohnt die eher so wo´s out ist. Eh, wo ist es denn out momentan?
Manni Kopfeck: Goetheplatz.
Monaco Franze: Goetheplatz, genau! Südliche Lindwurmstraße. Harras, genau. Da ist die her. So, des wissen wir jetzt, das heißt wir vermuten das mit hoher Wahrscheinlichkeit. So, Manni, jetzt stellen sich mehrere Fragen: a) wenn eine solche Frau, die am Harras wohnt ausgeht - wann geht denn so eine aus?
Manni Kopfeck: Ja jedenfalls nicht unter der Woche, weil sie ja arbeiten muss, so wie wir auch, nicht? Und nicht am Sonntag aufd Nacht, weil sie am Montag ja aufstehen muss, so wie wir auch.
Monaco Franze: Genau, also Freitag und Samstag. Und wo geht denn soe eine hin am Freitag und am Samstag, wenn´s am Harras wohnt und wo hingehen möcht?
Manni Kopfeck: Ja, wo könnte die jetzt hingehen am Freitag auf´d Nacht?
Writing by admin on Freitag, 8 of Februar , 2008 at 01:54
Elli: Geh, das sag ich Ihnen gleich - für den Fall, dass Sie mich ansprechen wollen, da brauchen Sie sich gar nicht anstrengen. Weil bei mir geht nix.
Monaco Franze: Gar nix, Fräulein?
Elli: Aber scho überhaupt nix.
Monaco Franze: Aber Fräulein, man sagt doch: A bissel was geht immer.
Elli: Ja, aber bei mir nicht, weil ich einen festen Freund hab. Und überhaupt bin ich nicht so eine, die sich auf der Straße ansprechen lässt.
Monaco Franze: Ja, ich wollt Sie ja gar nicht ansprechen, Fräulein. Ich wollt Sie ja nur fragen, ob wir vielleicht eine Tasse Kaffee miteinander trinken wollen.
Elli: Eine Tasse Kaffee? Na!
Monaco Franze: Ja dann gehen wir halt gleich was essen, Fräulein, dass wir vielleicht was schönes miteinander abendessen in einem schönen Restaurant?
Elli: In einem schönen Restaurant? Na, heut nicht.
Monaco Franze: Ja, wann dann?
Elli: Ein anderes Mal vielleicht.
Monaco Franze: Ja, Fräulein gern ein anderes mal, aber wie, wo? Also ich mein, wenn´s mir vielleicht Ihren Namen und Ihre Adresse geben.
Elli: Na, lieber nicht - das ist mir zu gefährlich.
Monaco Franze: Ja, Fräulein, wie find ich Sie denn wieder?
Elli: Ja mei, da müssens mich halt suchen, wenn Sie so scharf drauf sind.
Monaco Franze: Suchen? Ja gern, aber wie, aber wo?
Writing by admin on Freitag, 8 of Februar , 2008 at 01:51
Annette: Nicht bewegen, Franz. Bitte.
Monaco Franze: Ja Spatzl, irgendwann muss ich mich ja rühren auch dürfen.
Annette: Nicht jetzt.
Monaco Franze: Geh Spatzl, ich bin ja schon ganz steif im Kreuz.
Annette: Weiter nach vorne lehnen. Weiter. Ja so. REchten Arm in die rechte Hüfte. Linkes Bein übers rechte Bein. Linken Ellenbogen auf den linken Oberschenkel. Lockerer Franz, lässiger.
Monaco Franze: Lässiger, lässiger - Du tust Dir leicht Spatzl.
Annette: Nun schau nicht so verkrampft Franz - Lächle ein bisschen. Nicht so viel - nur ein bisschen. So, Blick etwas höher. Und schau etwas normaler.
Monaco Franze: Ja, eh wie meinst normal, Spatzl - wie soll I jetzt schauen?
Annette: Normal eben, ganz normal - so wie Du bist. So. Und jetzt nicht mehr bewegen.
Monaco Franze: So wie ich bin - dabei hat meine Frau im Grunde keine Ahnung wie ich bin. Wissens - Sie hat´s mit den schönen Dingen - mit der Kultur, mit der Kunst und mit der bessern Gesellschaft. Damit hab ich´s überhaupt nicht. Weil wissens, da wo ich herkomm, da hats weit und breit keinen schönen Dinge gegeben. Kultur war für uns, dass einer sauber gewaschen war und das einzig künstlerische Ereignis war, wenn der Grabmeier Max im Wirtshaus zum grünen Fasan ein nackertes Bildnis von der Weilbach Erna an die Abortwand geschmiert hat.
Annette: Ruhig halten, Franz - nicht bewegen.
Monaco Franze: So gesehen passen wir überhaupt nicht zusammen, meine Frau und ich.
Annette: Franz, wenn Du jetzt nicht ruhig hältst, dann findet meine Ausstellung ohne ein Bild statt.
Monaco Franze: Sie stellt jetzt ihre eigenen Bilder aus im eigenen Laden, net - wir haben einen eigenen Laden: Antiquitäten von Söttingen - in bester Lage. Morgen geht sie in die Oper. Ich nicht, ich kann nicht. Gott sei Dank hab ich einen Beruf - also den wenn ich nicht hätt, dann wüsst ich gar nicht wo ich immer die ganzen Ausreden hernehmen sollt. Obwohl - also mein Beruf ist mir wahnsinnig fad - ich bin Beamter, Kriminalbeamter, weil ich einmal gemeint hab, das kommt meiner Liebe zum Abenteuer entgegen. Von wegen. Einen faderen Beruf für einen abenteuerlustigen Menschen kann man sich gar nicht vorstellen. Weil, weil das Verbrechen an sich interessiert mich ja überhaupt nicht. Mich interessieren Menschen, also ganz normale Menschen. Darunter können auch Frauen sein. Also alle möglichen Frauen. Ehrlich gesagt - ich interessier mich wahnsinnig für Frauen.
Annette: Jetzt Franz. Jetzt hast Du den richtigen Ausdruck. Genau den wollt ich. Nicht verändern. Bleib so.
Monaco Franze: Gut Spatzl, dann bleib ich jetzt so. Freilich bleib ich jetzt so - ich kann ja gar nicht anders. Wissens, mich wollten schon viele ändern, also Frauen mein ich hauptsächlich, aber das geht nicht. Ich brauche das Abenteuer. Also nicht nur das was Sie meinen. Na, mir gehts mehr um das unerwartete, um das spontane, um das überraschende Erlebnis. Also ein Beispiel: Ich gehe eines Abends aus dem Büro raus und mir ist wahnsinnig fad. Heimgehen mag ich auch noch nicht, weil meine Frau wahrscheinlich im Theater ist und da will es beispielsweise der Zufall, dass da akkurat in dem Moment eine Passantin vorbeigeht. Jetzt denk ich mir, des heißt, ich denk mir eigentlich gar nichts, sondern ich lass mein Auto einfach stehen und folge einer ganz spontanen Eingebung.
Kultserie mit Helmut Fischer (Monaco Franze alias Franz Münchinger), Ruth-Maria Kubitschek (Annette von Söttingen) und Karl Obermayr (Manni Kopfeck). In 10 Folgen zeigt der Monaco Franze wie man eine gute Ehe elegant mit diversen Affairen und Seitensprüngen kombiniert.